Film- oder VR-, AR-, MR-Produktion?

Lieber eine Filmproduktion oder doch ein Projekt im Bereich AR, VR, MR? Die Entscheidung für Marketer hängt vom Nutzungsverhalten der Zielgruppe, Einsatzszenarien und Unternehmenszielen ab.

Die Studie Neue Dimensionen der Realität (PDF) der Unternehmensberatung KMPG stellt fest:

„Unsere Auswertung zeigt, dass der Fokus im Moment auf dem Einsatz von Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Anwendungen liegt. Zudem wird die Technologie bereits häufig in Forschung und Entwicklung sowie beim Prototyping eingesetzt.“

Aber eignen sich AR, VR und MR auch für das Marketing? Oder sind Filme die bessere Wahl? Wir liefern eine erste Entscheidungshilfe.

Tipp: Lesen Sie zum tieferen Verständnis der einzelnen Formate unsere Artikel:

Vorteile des Films

1. Hohe Reichweite

Allein bei YouTube werden täglich Videos mit mehr als einer Milliarde Stunden abgespielt. Und YouTube wächst weiterhin, da der Bedarf an Bewegtbild bei der zweitgrößten Suchmaschine der Welt hoch ist.

Auch Filme über Produkte und Dienstleistungen sind massentauglich: Laut einer Bitkom-Studie schaut jeder dritte Deutsche Erklärfilme im Internet. Und der Studie der Content-Marketing-Agentur fischerAppelt ist für 97 Prozent der Befragten Online-Video-Content fester Bestandteil ihres Konsums im Internet. Als Gründe nannten 75 Prozent den Unterhaltungsfaktor und 65 Prozent die Erklärfunktion von Bewegtbild.

2. Läuft auf allen Devices

Filme lassen sich überall konsumieren: am Computer, auf dem Smartphone, auf dem Tablet und natürlich auch auf dem Fernseher. Ihr Einsatz lohnt sich überall dort, wo Nutzer passiven Bewegtbildkonsum erwarten.

Das kann sich Marketing zunutze machen: Eine Studie zur Second Screen Mentalität zeigt: 20 Prozent der Generation Y shoppt auf dem zweiten Bildschirm wie dem Smartphone, während der Fernseher oder ein Stream auf dem PC läuft. Und 25 Prozent der jungen Befragten halten es für möglich, Produkte aus dem TV-Programm direkt via Second-Screen-Device zu kaufen. Bei den älteren Umfrageteilnehmern sind die Tendenzen ähnlich.

3. Emotionales Storytelling

Storytelling ist eine intensive und effektive Methode im Videomarketing, um potenzielle Kunden zu erreichen. Eine persönliche Geschichte mit Hindernissen, Herausforderungen und erlösendem Ende schafft laut CustomerThink starke emotionale Verbindungen zu den Zuschauern. Daher eignet Storytelling sich vor allem für das Branding.

4. Schnelles Medium mit Chancen auf Viralität

Ein Videoclip ist schnell angesehen und lässt sich mit nur einem Klick über die eigenen Social-Media-Kanäle teilen. Zielgruppengerechte Filme verbreiten sich daher organisch und haben das Potenzial, viral zu gehen. Die Chancen sind bei kurzen Clips umso höher, da diese leicht konsumierbar sind.

Vorteile von VR, AR und MR

Bei allen virtuellen Formaten sind Nutzer konzentriert und mit voller Aufmerksamkeit dabei. Deshalb werden AR, VR und MR für die Schulung von Mitarbeitern, für Führungen und zur Optimierung von Arbeitsprozessen eingesetzt. Welche Vorteile bieten Virtual, Augmented und Mixed Reality noch gegenüber dem Film?

1. Neuheitsfaktor

Man muss nicht jedem Trend folgen. Dennoch sind VR, AR und MR Technologien, über die häufig berichtet wird. Unternehmen, welche ihr Marketing modern ausrichten wollen, gehen daher mit der Zeit und folgen einen progressiven Ansatz.

2. Interaktion

Filmkonsum ist passiv. Virtuelle Welten erkundet der Nutzer aktiv, sei es via VR-Brille oder in der Kombination virtueller Inhalte mit der realen Umgebung. Diese Interaktion bietet das Potenzial, das Kaufverhalten von Kunden noch besser zu verstehen. So stellt TNS Infratest (PDF) fest:

„Interaktive VR setzt aber einen stärkeren Fokus auf die Erfassung und Auswertung von Beobachtungsdaten wie Kauf-, Bewegungs- oder Blickverhalten bei gleichzeitig sehr hoher Immersion.“

Die erwähnte Immersion ist der nächste Vorteil, den Virtual Reality ausmacht.

3. Immersion

Als Immersion wird das vollständige Eintauchen des Nutzers in die virtuelle Welt bezeichnet. Der Begriff wird vor allem in Bezug auf Virtual Reality verwendet, da der Nutzer hierbei dank VR-Brille und Akustik von der Außenwelt abgeschirmt wird.

Die Studie „Virtual Reality: How Much Immersion Is Enough?“ kam dabei zu folgendem Ergebnis:

„Erstens haben mehrere unserer Studien positive Auswirkungen der Immersion auf das räumliche Verständnis gefunden. Insbesondere scheinen Stereoskopie, Kopfverfolgung und Weitwinkel zusammenzuarbeiten, um diesen Vorteil zu bieten. Diese spezielle Kombination von immersiven Komponenten, die in IPT-Systemen zu finden ist, ermöglicht es, ein virtuelles Objekt oder eine Szene in den physischen Arbeitsbereich zu bringen, so dass der Benutzer sie von jedem Blickwinkel aus betrachten kann, ähnlich wie bei einem physischen Modell.“

Immersion dockt an unserem räumlichen Denkvermögen an und erleichtert das Verständnis von Prototypen, Gebäuden, mechanischen Abläufen etc.

4. Gamefaktor

Der spielerische Umgang folgt den Prinzipien der Gamification und sorgt so für eine stärkere Bindung der Zielgruppe. Und das dank virtueller Grenzenlosigkeit ortsunabhängig.

Filme vs. virtuelle Welten: Was eignet sich wo?

Die Entscheidung hängt vom jeweiligen Einsatzszenario ab. Geht es darum, eine große eindrucksvolle Messeleinwand zu bespielen, um als Aussteller wahrgenommen zu werden? Für diesen Zweck eignet sich ein Film.

Wichtig ist auch der Verbreitungsort: Auf Messen oder anderen Veranstaltung funktioniert Marketing anders als im Internet. Denn im Web geht es je nach Kontaktpunkt der Customer Journey darum, Emotionen zu wecken und/oder einen schnellen Überblick zu verschaffen. Dafür kommen eher Formate wie Erklärfilme oder Videos mit emotionalem Storytelling in Frage. Nicht ohne Grund veröffentlicht EDEKA regelmäßig kurze Videogeschichten im Netz.

Wollen Sie dagegen Kunden aktiv in Ihre Produktwelt holen, bieten sich MR-, AR- oder VR-Lösungen aufgrund der genannten Vorteile (Interaktion, Immersion) an. IKEA macht es vor: Mittels einer AR-App auf dem Smartphone können Kunden ihre Wunschmöbel in 3D und maßstabsgetreu in ihre Wohnung projizieren.

Weitere Faktoren für die Entscheidung

  • Nutzungsverhalten der Zielgruppe
  • Marketing- und Vertriebszielsetzungen
  • Plattformen für die Präsentation (on- oder offline, Events, Social Media etc.)
  • Konkurrenzanalyse
  • Art und Weise der Produktvisualisierung

Fazit

Videos sind schnell konsumierbar, werden im Internet geteilt, laufen auf allen Devices und können den Zuschauer mit emotionalem Storytelling erreichen. Wer seine Zielgruppe interaktiv an die eigenen Produkte heranführen möchte, ist mit VR, AR und MR gut beraten.

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