360-Grad-Film: Was ist das?

Virtual Reality, Augmented Reality und 360-Grad-Film: Hin und wieder kommt es zu Verwechslungen. Dieser Beitrag erklärt die Unterschiede und Besonderheiten.

In den vergangenen Jahren sind neue Technologien auf den Markt gekommen, die bisweilen für Verwechslungen sorgen: Virtual Reality, Augmented Reality und 360-Grad-Film revolutionieren die Medienbranche und werfen Fragen auf. Wir erklären daher, wo die Unterschiede liegen und was die Rundumsicht eigentlich bedeutet.

Technik und Funktion

Um es einfach zu halten: 360-Grad-Filme liefern, wie der Name schon verrät, eine komplette Rundumsicht. Sie werden mit Spezialkameras wie der Samsung Gear 360 aufgenommen und lassen sich wie ein ganz normales Video über Bildschirme von PCs, Tablets und Smartphones anschauen. Der Clou hierbei: Mit der Maus oder dem Finger kann die Perspektive innerhalb des Videos verändert werden.

Wir sehen also nicht mehr nur den Ausschnitt, den der Regisseur uns gewährt, sondern das gesamte Drumherum. Nichts bleibt dem Zuschauer verborgen. Möglich wird das ebenfalls im Adventure- und Sportbereich durch Rigs wie die Google Jump oder Fisheye-Kameras wie die KODAK PIXPRO SP360. Zusätzlich werden auch Drohnen eingesetzt.

Unterschiede zu anderen Technologien

Sind 360-Grad-Videos nun Virtual oder Augmented Reality? Oder alles zusammen? Die Antwort lautet: weder noch. Im Grunde handelt es sich um drei voneinander unabhängige Technologien. 360-Grad-Videos lassen sich daher problemlos über ein handelsübliches Smartphone oder einen klassischen Bildschirm schauen. Es sind hierfür keine weiteren Gadgets nötig. Am folgenden Beispiel können Sie das selbst einmal ausprobieren.

Was flüssig aussieht, ist aufwendige Profi-Arbeit. Die Aufnahmen müssen so zusammengefügt werden, dass ein einziges, nahtloses Gesamtwerk entsteht. Diese klassische Betrachtung in Rundumsicht kennen inzwischen viele Filmfans. Häufig jedoch wird sie mit Augmented und Virtual Reality verwechselt.

VR ist eine Bereicherung für 360-Grad-Film und keine notwendige Bedingung. Das bedeutet: Durch den Blick einer hochwertigen VR-Brille tauchen die Zuschauer voll und ganz ein. Sie sind mittendrin statt nur dabei. Doch strenggenommen handelt es sich bei 360-Grad-Videos nicht um Virtual Reality, da sie sich auch ohne derartige Brillen ansehen lassen.

Interaktivität und passiver Konsum

Hinzu kommt, dass VR sich stark durch die Interaktion mit der virtuellen Umgebung auszeichnet, wohingegen die Rundumfilme tendenziell passiv konsumiert werden.

Fest steht aber: Während wir beim Anschauen eines 360-Grad-Clips am Bildschirm noch von der übrigen Realität umgeben sind, wird bei VR unsere volle Aufmerksamkeit auf die virtuellen Welten gerichtet. VR-Brillen und 360-Grad-Film ergänzen sich daher perfekt.

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Eine Art Zwischenstufe bildet die Augmented Reality. Sie fügt der bereits bestehenden Realität virtuelle Inhalte hinzu, ergänzt sie sozusagen.

Einsatz von 360-Grad-Filmen

360-Grad-Filme kommen in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz. Sie bergen ein enormes Potenzial, da sie den Zuschauer in eine Umgebung ziehen, die sich nicht mehr nur auf die Leinwand und den damit verbundenen Ausschnitt beschränkt.

Darüber sind 360-Grad-Videos effektiv im Marketing. Besonders im Trend liegen hierbei die sozialen Netzwerke: In Zeiten hoher Mobilität mit Tablet und Smartphone lieben Nutzer die Rundum-Filme, da hier Emotionen transportiert werden – und zwar laut Absatzwirtschaft im B2C- und im B2B-Bereich zwischen Unternehmen, Marken und Menschen.

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Aus diesem Grund erhalten 360-Grad-Videos besonders hohe Aufmerksamkeit. So veröffentlichte Facebook eine Gear-VR-App für Fotos und Videos in diesem Format. Seitdem können User die auf Facebook hochgeladene 360-Grad-Filme auf der VR-Brille entdecken.

360-Grad-Videos werden also von und in sozialen Netzwerken gern gesehen. Sie haben eine höhere Reichweite als klassische Text- oder Fotopostings und stechen aus den Newsfeeds der User hervor.

Audiovisuelles Erlebnis

Darüber hinaus ist nicht nur die Rundumsicht revolutionär. Auch der Ton hat bei 360-Grad-Filmen eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Hier lohnt es sich, in moderne Technik zu investieren. Achtung: Surround-Sound ist nicht dasselbe wie 360-Grad-Audio. Denn Surround umgibt den Zuschauer mit Klängen von links, rechts, vorn und hinten. Doch die beiden Dimensionen oben und unten fehlen.

Hier sollten entsprechende Mikrofone eingesetzt werden, um das volle Potenzial dieses Medienformats auszuschöpfen. Das folgende Video veranschaulicht, wie wichtig die richtige Audio-Ausstattung sein kann.

Auch wenn hierfür weitere Kosten anfallen, lohnt sich die Investition. Denn die Zuschauer werden das audiovisuelle Erlebnis, im besten Falle durch die VR-Brille und entsprechende Kopfhörer, zu schätzen wissen.

Plastisch oder Panorama?

Je nach technischer Voraussetzung können 360-Grad-Filme dreidimensional oder als Parnorama produziert werden. Der Unterschied wird vor allem beim Betrachten mit der VR-Brille deutlich: So haben 3D-Clips deutlich mehr Tiefe und wirken plastischer.

Für den Hausgebrauch bieten sich günstige Lösungen an, die sich mit dem Smartphone kombinieren lassen. Wer jedoch wirklich hochwertige 360-Grad-Filme möchte, sollte in entsprechendes Equipment investieren oder Profis engagieren.

Weitere Vorteile

Neben der hohen Aufmerksamkeit in Social Media bieten 360-Grad-Videos Potenzial im Bereich Storytelling. Statt einfach nur vor einer Leinwand zu sitzen, taucht der Zuschauer komplett ein und befindet sich im Zentrum des Geschehens.

Dies stellt Filmemacher zugleich vor neue Herausforderungen, da sie nun nicht mehr den Blick des Betrachters auf einen festen Ausschnitt lenken können. Denn der entscheidet, welchen Teil des 360-Grad-Films er sehen möchte. Genau das kann jedoch von Vorteil sein, wenn es um räumlich erfahrbare Umgebungen geht.

Insbesondere die Tourismus-, aber auch die Automobilbranche und jegliche Unternehmen, welche Wert auf die Nutzererfahrung legen, profitieren von 360-Grad-Löungen. Hotelzimmer werden begehbar, das Innere eines Wagens lässt sich erkunden.

Aufwendige Postproduction

Bei allen Vorteilen, die 360-Grad-Filme bieten, möchten wir den Aufwand in der Postproduction nicht verschweigen. Vor den klassischen Schritte wie Color Grading und Rendern erfolgt das Stitching. Hier werden alle Einzelbilder zu einem 360-Grad-Rundumvideo zusammengfügt.

Für diesen Zweck gibt es zwar Stitching-Programme, die jedoch nur so effektiv sind wie derjenige, der sie bedient. So müssen in der Regel Feinkorrekturen im Nahbereich vorgenommen werden, um ein rundes Ergebnis zu erhalten.

Wir sind mit diesen Anforderungen in der täglichen Praxis vertrauten und bieten Ihnen hochwertige 360-Grad-Videos von der ersten Idee bis zur fertigen Umsetzung. Nehmen Sie daher gern Kontakt zu uns auf.

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